Vor einem Jahr begann die Bauphase am Westflügel der mehr als 100-jährigen Johannes-Grundschule in Rieste. Bei bestem Herbstwetter wurde jetzt im Oktober Richtfest gefeiert.
Schulleiterin Jette Muschol begleitete mit Schülerinnen und Schülern das Richtfest musikalisch auf Xylophonen. Der Höhepunkt war dabei das Schullied, das von allen Grundschulkindern, Lehrkräften und Eltern mitgesungen wurde.

Den Richtkranz hatten Mitglieder des Fördervereins der Grundschule gefertigt. Obermeister Martin Hugenberg von der Zimmerei Bäker setzte den Richtkranz schließlich aufs Dach des neuen zweistöckigen Gebäudes. Der Richtspruch galt dabei nicht nur wie sonst üblich dem Bauherrn, sondern enthielt auch einen Appell an die Grundschulkinder.
Verantwortliche aus der Gemeinde Rieste und der Verwaltung der Samtgemeinde Bersenbrück sowie Planer und weitere am Bau Beteiligte nutzten anschließend die Gelegenheit, sich über den neuen Schulanbau vor Ort zu informieren.
Das tragende Bauwerk des Westflügels ist erhalten geblieben, die Außenwände, Fenster, Dachfläche und Kellerdecke sind mit energieeffizienten Materialien neu errichtet worden. Die energetische Sanierung zum Effizienzgebäude 55 EE als wichtiger Schritt zu einer klimaneutralen Schule ist dabei der bestimmende Maßstab.
Ergänzend werden moderne Materialien und Techniken auch im weiteren Bauverlauf in den Bereichen Heizung, Beleuchtung und Sonnenschutz verwendet. Die Reduzierung benötigter Energiemengen auf ein Minimum ist auch hierbei das Ziel.
Die Anpassung der Klassenräume an klimatische Einflüsse und Herausforderungen gehört gleichfalls zum Gesamtkonzept. Eine hauseigene Photovoltaikanlage und eine Erdwärmeversorgung der gesamten Schule mittels Nahwärmeleitungen ergänzen das Bauprojekt.
Im Anbau sind neben Klassenräumen auch Betreuungsmöglichkeiten für den Ganztagsbetrieb geschaffen worden, außerdem Sanitärbereiche für Kinder und Lehrkräfte.
Im Sanierungspaket ist zudem die Umgestaltung von Schulhof und Außenanlagen enthalten. Ziel dieser Sanierungsmaßnahme ist es, den Schulstandort Rieste weiter nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten – ein Pilotprojekt der Samtgemeinde Bersenbrück.
Für die Gestaltung des Außenbereiches wurden Vorschläge von Kindern, Lehrkräften und Eltern mit einbezogen. Klimaresistente Laubbäume, Grünflächen und eine Fassadenbegrünung sind geplant.
Für den Schulumbau können Mittel aus drei Förderprogrammen der EU, des Bundes und des Landes Niedersachsen genutzt werden – für den Ganztagsbereich, die energetische Altbausanierung und die Wärmepumpenförderung. Insgesamt 20 Erdsonden in 130 Metern Tiefe liefern Erdwärme für die gesamte Schullandschaft.
Die in mehrere Phasen unterteilten Sanierungsarbeiten dauern insgesamt noch bis zum April 2028, der genaue Zeitplan wird mit der Schulleitung und den beteiligten Firmen abgestimmt.
Der größte Teil des Schulhofes kann auch während der Bauphase weiterhin genutzt werden, ebenso die Grünfläche mit Baumbestand hinter dem Westflügel und der Turnhalle.

Text und Fotos: Samtgemeinde Bersenbrück
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