Die Bersenbrückerin Hildegard Wurst bekam im Rahmen einer besonderen Feierstunde im Bürgersaal der Stadt von Landrätin Anna Kebschull das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
Damit wurde die 84-jährige für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.
Hildegard Wurst war und ist jemand, die zuhören, Not erkennen und anpacken kann. Bereits als Kind half die am 4. April 1942 in Bersenbrück Geborene in der Gärtnerei ihrer Eltern aus. Später machte sie eine kaufmännische Ausbildung und gründete 1966 gemeinsam mit ihrem Mann Friedmut Wurst die Wurst Stahlbau GmbH. Heute wird das große Unternehmen von den Söhnen weitergeführt.
In den 1980er-Jahren eröffnete die Mutter von vier Kindern ein Kindermodengeschäft in der Stadt. Später entwickelte sie Ideen für städtische Veranstaltungen wie Automobilschau, Kartoffelfest, Nikolaustreffen, Weihnachtsmarkt und Hastruper Heidefest. Hildegard Wurst war stets beteiligt und bekannt dafür, schnell und pragmatisch Lösungen zu finden nach dem Motto: „Ich mache das schon.“
Besonders stark aber verbinden die meisten Menschen in Bersenbrück ihren Namen mit der Bersenbrücker Tafel. Bei der Gründung 2007 ist sie als Leiterin, Organisatorin und Netzwerkerin von Beginn an dabei und bleibt das auch.
Dabei koordiniert sie die Arbeitseinsätze von 45 Ehrenamtlichen, kümmert sich um die Beschaffung von Lebensmitteln und Kontakte von Sponsoren und anderen Unterstützern.
„Sie haben einmal gesagt, dass die Vereine für Sie ein zweites Zuhause seien. Ich glaube, viele Menschen würden heute antworten: Sie selbst sind für viele Menschen ein Stück Zuhause“, fasste es Landrätin Anna Kebschull zusammen.
Weitere lobende Worte für das langjährige Engagement von Hildegard Wurst sprachen Samtgemeindebürgermeister Michael Wernke, Bersenbrücks Bürgermeister Christian Klütsch und der frühere Landrat Dr. Michael Lübbersmann.
„Die Auszeichnung gehört nicht mir allein. Das ist nie die Leistung eines Einzelnen“, machte die Geehrte in ihrer Dankesrede deutlich, die sie an ihre Familie, Freunde, Wegbegleiter und das Team der Tafel richtete.
Text: Samtgemeinde Bersenbrück
Fotos: Reinhard Rehkamp

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