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25. Juni 2026   |   Gemeinde AnkumSGBSB

Schnelles Eingreifen bei flüssigem Straßenbelag

Am Mittwochnachmittag, 24. Juni herrschte ziemliche Aufregung in Ankum, der Straßenbelag im Grünen Weg wurde weich und sogar flüssig, besonders im Kreuzungsbereich der Gartenstraße.

Ein Anwohner informierte die Gemeinde und Bürgermeister Klaus Menke. Der wiederum setzte sich augenblicklich mit Bauingenieur Reinhard Kock in Verbindung. Dieser hatte im vergangenen Jahr die Sanierung des Grünen Wegs begleitet. Noch am gleichen Abend telefonierte er mit der Firma Gerhard Herbers GmbH in Spelle. Und die rückte direkt am nächsten Morgen mit diversen Lastwagen voll Split an, welcher auf der rund 900 Meter langen Straße verteilt und von der gleichfalls mitgebrachten Walze festgefahren wurde.

Der Bauhof der Samtgemeinde Bersenbrück hatte ebenfalls noch am Mittwoch zeitnah reagiert und den Grünen Weg sowie die kreuzenden Seitenstraßen für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Das Ereignis des „schmelzenden“ Straßenbelags beschäftigte übrigens nicht nur die Ankumer, sondern auch die Medien.

Kamerateams vom NDR und ProSieben/Sat.1 kamen am Donnerstagmittag, filmten die bereits mit Split bedeckte Straße, die hin- und herfahrende Walze sowie Bürgermeister und Bauingenieur. Beide erläuterten in Interviews die Situation vor Ort.

Demnach sind vor allem die derzeit extrem hohen Temperaturen für die Verflüssigung des Bitumens verantwortlich. Und da diese in den kommenden zwei Tagen noch steigen werden, war schnelles Handeln erforderlich. Bürgermeister Klaus Menke ist froh, dass die Absprache mit Bauingenieur und Straßenbaufirma so zügig und reibungslos erfolgte. Die Straßensperrungen bleiben noch ein oder zwei Tage stehen.

Bauingenieur Reinhard Kock erläuterte den Medienteams zudem die Strukturen des Straßenbelags. Bei der doppelten Oberflächenbehandlung – so die Fachbezeichnung für die Maßnahme der Straßensanierung im vergangenen Jahr – sei ein Bindemittel und anschließend zwei unterschiedlich körnige Lagen Split aufgebracht worden. Die extrem hohen Temperaturen der vergangenen Tage hätte das bituminöse Bindemittel aufgeweicht, die Splitschicht sei an manchen Stellen nicht mehr dick genug gewesen, besonders im Kreuzungsbereich.

Eine Asphaltdecke sei aber nicht geschmolzen, erläuterte Kock weiter. Gerade im Bereich der kreuzenden Seitenstraßen sei gut zu erkennen, dass Asphalt eine grundsätzlich andere Struktur hat. Tatsächlich war der Asphaltbelag – etwa in der Gartenstraße – zwar heiß, aber absolut fest, konnten sich die Medienteams vor Ort überzeugen.

Über die sympathische Spontanaktion einer Anwohnerin freuten sich Interviewte und Interviewer gleichermaßen: Sie brachte eine Flasche Wasser und mehrere Becher mit Eiswürfeln vorbei, eine willkommene Abkühlung zwischen Split und Asphalt.

Text und Foto: Samtgemeinde Bersenbrück