Elf Stationen bieten 15 Hörerlebnisse für Interessierte
Kettenkamp lässt sich nicht nur sehen, sondern neuerdings auch hören: Mit den „Kettenkamper Klangspuren“ ist eine besondere Audiotour entstanden, die dazu einlädt, den Ort auf neue Weise zu entdecken.
Im Gemeinderat entstand schon vor einigen Jahren die Idee zur Audiotour in und um Kettenkamp. Jetzt ist diese federführend vom Verein „Ich und mein Dorf“ gemeinsam mit der Gemeinde und dem Heimatverein auch umgesetzt worden:
Elf Stationen laden Besuchende dazu ein, sich über einen QR-Code kurze und prägnante Informationen zu markanten Orten und Plätzen „mit Geschichte“ anzuhören. Eingesprochen hat diese Texte Tina Wessling in einem Fürstenauer Tonstudio.

Ein besonderes Highlight der Tour sind vier Texte aus der Sammlung „Heimat aus Kindermund“, herausgegeben von Lehrer Otto Suter im Jahr 1950. Im ersten Teil „Lebendige Landschaft“ haben auch Kettenkamper Kinder Aufsätze eingereicht, die dort abgedruckt worden sind. Die Viertklässler Fred Schadwinkel und Anna Rabe waren zum Einlesen der Texte ebenfalls im Tonstudio „Tonart“ zu Gast und hatten viel Spaß bei dieser nicht alltäglichen Aktion.
Herausgekommen ist eine stimmige Audiotour, die in der KettenkampApp abgebildet ist. Wer die App nicht auf seinem Smartphone hat, scannt den QR-Code, bekommt den Text und wird auf Wunsch auch auf die Webseite der Klangspuren geleitet. Eine Verlinkung zu einer Online-Karte zeigt, wie es beispielsweise mit dem Rad zur nächsten Station geht.
Wer die „Kettenkamper Klangspuren“ erfahren möchte, sollte auf die roten Schilder achten, die Bilder und Informationen zu den einzelnen Stationen abbilden. Aufgestellt wurden diese während eines Arbeitseinsatzes als Gemeinschaftsaktion des Heimatvereins.
Für die finanzielle Umsetzung des Projekts bedanken sich die Initiatoren bei der LEADER-Region NOL. Regionalmanager Nils Schnieders freut sich seinerseits auch: „Das Projekt zeigt, was LEADER im Kern ausmacht: Durch eine Anregung der Bürger ist der Gemeinderat aktiv geworden, um das Projekt anzugehen. In Zusammenarbeit mit den Vereinen “Ich und mein Dorf” und dem Heimatverein konnten die Kettenkamper Klangspuren mit Unterstützung der LEADER-Förderung erfolgreich umgesetzt werden.
Allen Beteiligten ist damit eine Aufwertung des örtlichen Tourismus mit gleichzeitigem Mehrwert für die örtliche Bevölkerung gelungen.“ Auch der Kreissparkasse Bersenbrück und der VR-Band eG im Osnabrücker Nordland gilt ein Dank für geleistete Zuwendungen.
Text und Fotos: Anita Lennartz
und dann