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6. März 2026   |   Gemeinde AnkumSGBSB

Holzernte und Waldentwicklung im Aslager Wald bei Ankum

Niedersächsische Landesforsten bauen Wälder zukunftsgerichtet um

Der Wald am Trimm-Dich-Pfad in Aslage bei Ankum ist vor allem geprägt durch Nadelbäume. Das Forstamt Ankum der Niedersächsischen Landesforsten will diesen jetzt im Rahmen ihrer langfristigen, ökologischen Waldentwicklung, kurz LÖWE, zu einem Laubmischwald umbauen. Dafür starten jetzt die Arbeiten.

„Die Nadelbäume hier im Aslager Wald sind zielstark, haben also ihre gewünschte Höhe und Dicke erreicht. Damit sind sie erntereif und gleichzeitig ist dies das Startzeichen für den Waldumbau. Mit der Entnahme der zielstarken Bäume bringen wir Licht an den Waldboden. Dieses brauchen wir, um die kommende Waldgeneration aus Roteichen, Rotbuchen und Lärchen im Herbst zu pflanzen“, erklärt Alexander Feldmann, Leiter der Försterei Westerholte, die Maßnahme.

Seit Anfang der 1990er Jahre arbeiten die Niedersächsischen Landesforsten nach dem Prinzip LÖWE. Mit den Erfahrungen des Sturmes 1972, der große Flächen in Niedersachsen entwaldete, und des Waldsterbens der 1980er Jahre, ausgelöst durch Luftverschmutzungen und sauren Regen, entwickelte die damalige Landesregierung ein Programm, um den Wald stabiler, strukturreicher und artenreicher zu gestalten. Heute prägen auf immer mehr Waldflächen vielfältige Laubmischwälder mit hohem Artenreichtum die Bestände Niedersachsens.

Die Arbeiten erledigen Maschinen. Hochmechanisiert heißt das in der Forstfachsprache. Ein Harvester oder Vollernter fällt die Bäume, vermisst sie und sägt sie in die gewünschten Längen. Ein Forwarder oder Rückeschlepper sammelt die Holzabschnitte ein und stapelt sie sortenrein am Waldweg. Damit die Arbeiten möglichst wenig Zeit in Anspruch nehmen, fahren die Maschinen in enger zeitlicher Folge.

„Der Wald bei Aslage ist vor allem wegen dem Trimm-Dich-Pfad, dem Wassertretbecken, dem Waldspielplatz und der Wanderhütte ein beliebtes Naherholungsgebiet. Bei gutem Wetter ist hier sehr viel los. Während der Arbeiten sperren wir aus Sicherheitsgründen den gesamten Bereich im Wald. Dazu gehören auch die beiden Wanderparkplätze“, informiert Feldmann. Dieser Waldteil ist jedoch erst am Ende der Maßnahme dran.

Damit die Maschinen den Waldboden möglichst wenig beeinträchtigen, montieren die Maschinenführenden sogenannte Bänder auf die Reifen. Diese verteilen das Gewicht des Fahrzeugs noch besser, so dass sie wenig Spuren auf den Fahrgassen in den Beständen hinterlassen. Auf den Waldwegen wirken die Bänder jedoch weniger sensibel. Beim Überfahren der mit Hackschnitzeln bestückten Wege kann es deshalb zu Beeinträchtigungen kommen. Diese werden nach den Arbeiten aber wieder behoben.

Geplant ist die Maßnahme am Trimm-Dich-Pfad ab Mitte März bei trockener Witterung. Bei Nässe verschieben sich die Arbeiten zeitlich, damit die Beeinträchtigungen am Waldboden und den Wegen so gering wie möglich ausfallen. In der Zeit der Arbeiten müssen Waldbesuchende mit Sperrungen rechnen. Das Forstamt bittet um Verständnis und Beachtung.

Text und Foto: Nds. Landesforsten