Kunstwerk verbindet Natur, Architektur und regionale Identität
Mit der offiziellen Übergabe der Skulptur „Iesfisker“ haben Vertretende der Samtgemeinde Bersenbrück, Vorstandsmitglieder der Kreissparkasse Bersenbrück und das Team des Naturschutz- und Bildungszentrum (nbz) Alfsee gemeinsam mit der Künstlerin Carolin Israel und einigen Gästen ein außergewöhnliches Kunstprojekt gefeiert.
Das aus verzinktem Stahl gefertigte und farbenprächtig lackierte Werk entstand im Rahmen des Franz-Hecker-Stipendiums 2024/2025 der Kreissparkasse Bersenbrück und bereichert bereits seit einiger Zeit den Deich vor dem nbz.
Der Name „Iesfisker“ ist Plattdeutsch für Eisvogel. In ihrer Ansprache beschrieb Künstlerin Carolin Israel das Tier als zentrale Inspiration für die Skulptur: „Mich fasziniert dieser flüchtige Moment, wenn der Eisvogel wie ein schillernder blauer Blitz durch die Landschaft zieht – kaum mit dem Auge zu fassen.“

Gleichzeitig hätten die regionale Architektur und Landschaft ihre Arbeit geprägt, insbesondere die Ziegelstrukturen und Muster der Artländer Bauernhöfe. Die Künstlerin dankte allen Beteiligten, die sie während ihres Stipendiums und bei der Umsetzung des auch für sie einzigartigen Projekts unterstützt haben. Zudem präsentierte Carolin Israel eine Miniaturversion des „Iesfisker“ , die künftig im nbz Alfsee erworben werden kann.
Samtgemeindebürgermeister Michael Wernke erinnerte daran, wie er gemeinsam mit der Künstlerin nach dem perfekten Standort gesucht habe. „Als wir gemeinsam oben auf dem Deich standen, war schnell klar: Genau hier gehört der ‚Iesfisker‘ hin. Das Kunstwerk wirkt aus jeder Perspektive anders und verbindet sich auf besondere Weise mit der Landschaft rund um den Alfsee.“
Auch Lars Pfeilsticker, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Bersenbrück, hob die Bedeutung des Projektes hervor. „Die Förderung von Kunst und Kultur gehört seit vielen Jahren zu unserem öffentlichen Auftrag. Das Franz-Hecker-Stipendium schafft Freiräume für künstlerisches Arbeiten und bringt zeitgenössische Kunst in unsere Region.“
Mit dem „Iesfisker’“ sei darüber hinaus etwas Besonderes gelungen: Während die Stipendiumsarbeiten bisher immer in den Räumlichkeiten der Kreissparkasse präsentiert wurden, begegne diese Skulptur den Menschen mitten in der Natur. Pfeilsticker dankte zudem der Familie Zur-Lienen, welche die Geförderten während ihres Aufenthalts regelmäßig beherbergt und damit einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Stipendiums leistet.
Das Franz-Hecker-Stipendium erinnert an den in Bersenbrück geborenen Maler und Grafiker Franz Hecker (1870–1944). Es wird von der Kreissparkasse Bersenbrück vergeben und ermöglicht ausgewählten Künstler:innen einen mehrmonatigen Arbeitsaufenthalt in der Region. Ziel des mit 10.000 Euro dotierten Stipendiums ist es, zeitgenössische Kunst zu fördern und gleichzeitig den Austausch zwischen Kunstschaffenden und der Region zu stärken.
Im Anschluss an den offiziellen Teil nutzten die Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch bei einem kleinen Imbiss. Führungen durch die interaktive Ausstellung des nbz sowie virtuelle Flüge über den Alfsee mit dem ICAROS-Flugsimulator rundeten das Programm ab. Die Skulptur „Iesfisker“ ist dauerhaft frei zugänglich. Sie steht auf dem Deich direkt vor dem nbz Alfsee und lädt Interessierte dazu ein, Kunst, Natur und den Blick über den Alfsee gleichermaßen zu genießen.
Text und Foto: nbz/ Christine Hölscher
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