Bei der Sitzung der Lokalen Aktionsgruppe am 20. Mai erwartete die Mitglieder ein besonderes Programm. Denn statt einer reinen Sitzung ging es an diesem Tag zudem raus in die Region zu ausgewählten Projekten.
Die Sitzung startete in der kernsanierten „Ehrenhalle“ im Mehrgenerationenhaus in Quakenbrück. Die LAG gab in der Sitzung einstimmig das verbliebene Restbudget für den kommenden Stichtag am 2. September frei. Danach wurde die „Ehrenhalle“ besichtigt und Danica Jansen vom Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk (EJF) stellte das Projekt noch einmal vor. Samtgemeindebürgermeister Michael Bürgel gab Einblicke in die Namensfindung für den neu geschaffenen Versammlungsort. Damit sollen die Räumlichkeiten, die bereits regelmäßig von Vereinen und für Veranstaltungen genutzt werden, einen neuen Start bekommen.
Zweite Station auf der Bereisung war Telgkamps Mühle in Kettenkamp. Hier führte der Vereinsvorsitzende über das Gelände und berichtete über die Geschichte der Mühle und die Aktivitäten des Vereins. Durch die LEADER-Förderung konnte das Mühlrad erneuert und somit funktionsfähig erhalten werden. Die Mühle ist ein beliebter Trauort und etliche Frischvermählte kommen hier her, um ihre Hochzeitsbilder dort zu machen. Kürzlich erreichte den Verein außerdem ein Förderbescheid aus der Dorfentwicklung in Höhe von 130.000 Euro. Mit dieser Förderung wird ein Projekt umgesetzt, welches das Mühlengelände zusätzlich aufwerten wird. Die LAG konnte an Telgkamps Mühle direkt ein weiteres LEADER-Projekt in Augenschein nehmen: die Kettenkamper Klangspuren. An elf Stationen – eine davon ist die Mühle – kann via QR-Code eine Geschichte abgespielt werden. An einigen von ihnen gibt es sogar Geschichten speziell für Kinder. Wer allen elf Stationen folgt, erlebt eine spannende Tour durch Kettenkamp mit Infos zu Traditionen und Geschichte des Ortes.
Im Anschluss führte ihr Weg die LAG an den Ankumer See. Hier wurde die alte Wassermühle wieder aufgebaut. Die LEADER-Region förderte einen ersten Bauabschnitt des Projekts. Zusätzlich erhielt der Heimatverein für den Wiederaufbau eine Förderung aus der Dorfentwicklung. Auch dank der großen Eigenleistung der Vereinsmitglieder hat Ankum mit der Mühle ein richtiges Schmuckstück mitten im Ortskern. Vom Platz vor der Mühle eröffnet sich ein Ausblick auf den idyllischen Park. Auch in dieser Mühle kann geheiratet werden – traumhafte Fotokulisse inklusive. Ein toller Schlusspunkt für die Bereisung der LAG und eine gute Gelegenheit, wieder einmal mit Projektträgern in den direkten Austausch zu kommen.
Text und Foto: pro-t-in/ Nils Schnieders
und dann