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19. November 2025   |   SGBSB

Feier und besondere Heimfahrt am letzten Arbeitstag

Reinhold Heidemann – langjähriger Fachdienstleiter in der Samtgemeinde Bersenbrück – ist jetzt in den wohlverdienten Ruhestand getreten.

Zuvor gab es noch herzliche Abschiedsfeiern mit den Kolleginnen und Kollegen im Rathaus, mit den Mitarbeitenden des Bauhofs und auch mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Mitgliedsgemeinden.

Letztere betonten die gute Zusammenarbeit mit ihm, die stets ebenso angenehm wie zielführend gewesen sei. Sachliche Kompetenzen, natürliche Führungsqualitäten und menschliche Wertschätzung haben Heidemann ausgezeichnet, lauteten unisono die Kommentare.

„Ruf mal Reinhold an“, sei ein geflügelter Satz gewesen, bei dessen Umsetzung der Fachdienstleiter in der Regel auch die Lösung eines baulichen Problems parat hatte.

Ähnlich hatte es zuvor bereits Samtgemeindebürgermeister Michael Wernke formuliert, der das Fachwissen des scheidenden Oberamtsrates und dessen stete Zuverlässigkeit lobte. Er bedankte sich ausdrücklich für die gute Arbeit in den letzten Jahrzehnten bei zahlreichen Bauvorhaben, nicht zuletzt für die mehrjährige Sanierungsarbeit des Rathauses.

1980 hatte Reinhold Heidemann seine Ausbildung für die Laufbahn des gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienstes beim Landkreis Osnabrück begonnen, die er – unterbrochen von einer einjährigen Wehrdienstzeit – bis 1985 dort forstsetzte. Dann erfolgte die Versetzung in die Samtgemeinde Bersenbrück. Das erste Jahr im Sozialamt habe ihm eine gute Basis für den Umgang mit Menschen eingebracht, resümierte Heidemann. Die folgenden 13 Jahre in der Kämmerei hätten ihm wichtige Grundlagen der Samtgemeindestrukturen vermittelt, erklärte er weiter. Ab 1999 war Heidemann im Bauamt tätig und wurde noch im gleichen Jahr dessen Leiter. Mit der Neustrukturierung der Verwaltung wurde aus dem Amt 2006 der Fachdienst Bauen, Planen und Umwelt mit immer neuen Herausforderungen der wachsenden Samtgemeinde.

Kindertagesstätten, Schulen, Feuerwehrhäuser, die Neugestaltung des Bahnhofs Bersenbrück, die Innenstadtsanierung, das Naturschutz- und Bildungszentrum am Alfsee wurden in diesen 26 Jahren gebaut und umgebaut. Die Umstrukturierung des Bauhofs inklusive des Neubaus war das zeitlich längste Projekt, erinnerte Heidemann an diesen komplexen Prozess. Den Wechsel ins Bauamt habe er nie bereut und trotz mancher Herausforderungen viel Spaß an der Arbeit gehabt. „Am Ende steht immer etwas Fertiges“, machte er deutlich.

Jetzt möchten er und seine Frau Waltraud, die als langjährige Erziehrein in der Kita Arche Noah in Bersenbrück nun gleichfalls in den Ruhestand geht, ihre gemeinsame Zeit intensiv genießen, Spontaneität habe dabei eindeutig Priorität vor fester Planung, verriet Heidemann zum Abschied.

Für die offiziell letzte Heimfahrt aus dem Rathaus hatten ihm die Kolleginnen und Kollegen seines Fachdienstes eine besondere Überraschung bereitet. Gemeinsam mit seiner Frau durfte er die Fahrt auf einem gemütlichen Sofa genießen, gut gesichert und in sanfter Höhe auf einem Frontlader des Bauhofs. Die Mitarbeitenden eskortierten das ungewöhnliche Gespann zu Fuß und auf Rädern, ein nicht alltäglicher Konvoi in Bersenbrücks Straßen.

Text und Fotos: Samtgemeinde Bersenbrück