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17. März 2025   |   FreiwilligenagenturSGBSB

Dem Ehrenamt ein Gesicht geben

„Willst Du froh und glücklich leben, lass kein Ehrenamt Dir geben. Willst Du nicht zu früh ins Grab, lehne jedes Amt gleich ab.“ Dieses – vielfach Wilhelm Busch zugeschriebene – Gedicht bringt eine klare Haltung zum Ehrenamt zum Ausdruck. Die Freiwilligenagentur in der Samtgemeinde Bersenbrück erlebt, dass dies vor Ort ganz anders aussieht.

Mit der Aktion „Dem Ehrenamt ein Gesicht geben“ soll daher zum Internationalen Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember eine Banneraktion zeigen, wer in den sieben Mitgliedskommunen ehrenamtlich engagiert ist. „Der 5. Dezember ist natürlich noch weit weg, aber mit unserer Aktion möchten wir im Magazin „Kiek in“ das Jahr über das Ehrenamt in der Samtgemeinde Bersenbrück in den Fokus stellen. – Und natürlich für unser Projekt werben“, so Anita Lennartz von der Freiwilligenagentur. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Marion Korte und Sonja Wesselkamp entstand die Idee, ehrenamtlich Engagierte in den samtgemeindeangehörigen Kommunen aufzurufen, Fotos von sich zur Verfügung zu stellen. Das können Einzelfotos sein, aber auch Gruppenfotos von Vorständen, Fußballmannschaften, Schießgruppen, Gemeinderäten, GruppenleiterInnen und und und…

Die Fotos leitet die Samtgemeinde weiter zur Bannergestaltung zum Tag des Ehrenamts. Geplant ist, dass jede Mitgliedsgemeinde ihr eigenes Banner erhält, außerdem soll es ein „Samtgemeindebanner“ geben, das die „Gesichter des Ehrenamtes“ samtgemeindeweit zeigt. Den Kommunen werden dann zwei Banner zur Verfügung gestellt, Kosten entstehen diesen dafür nicht.

„Uns ist die Wertschätzung des Ehrenamtes wichtig“, heißt es aus der Freiwilligenagentur. „Wir möchten zeigen, wer sich vor Ort darum kümmert, dass Gruppenstunden laufen, der Mittagstisch organsiert wird, Trainingseinheiten stattfinden können oder die Tannenbäume abgeholt werden. Wer sich im Dorftreff ehrenamtlich engagiert oder als Fahrdienst für das Seniorenmobil bereit erklärt hat“. Dies sind nur ein paar Beispiele aus dem freiwilligen Engagement. Deshalb sind auch nicht nur Vereine und Verbände aufgerufen, sich zu beteiligen. Jede und jeder, die/der ehrenamtlich unterwegs ist, ist eingeladen per E-Mail (freiwilligenagentur@sgbsb.de) ein Foto zur Verfügung zu stellen mit kurzer Beschreibung der ehrenamtlichen Tätigkeit.

Außerdem sollen in den kommenden drei „Kiek in“-Ausgabe in 2025 Vereine/Verbände/Initiativen etwas näher vorgestellt werden. Wer an einer solchen Vorstellung Interesse hat oder die Möglichkeit nutzen möchte, eine besonders engagierte Person einmal in den Fokus zu stellen, ist herzlich eingeladen, sich bei der Samtgemeinde zu melden. Ideen können ebenfalls unter der genannten E-Mail-Adresse freiwilligenagentur@sgbsb.de eingereicht werden.

Text: und Logo Samtgemeinde Bersenbrück

Ehrenamt (Gedicht)

Willst Du froh und glücklich leben,
lass kein Ehrenamt dir geben!
Willst du nicht zu früh ins Grab
lehne jedes Amt gleich ab!

Wieviel Mühen, Sorgen, Plagen
wieviel Ärger musst Du tragen;
gibst viel Geld aus, opferst Zeit –
und der Lohn? Undankbarkeit!

Ohne Amt lebst Du so friedlich
und so ruhig und so gemütlich,
Du sparst Kraft und Geld und Zeit,
wirst geachtet weit und breit.

So ein Amt bringt niemals Ehre,
denn der Klatschsucht scharfe Schere
schneidet boshaft Dir, schnipp-schnapp,
Deine Ehre vielfach ab.

Willst du froh und glücklich leben,
lass kein Ehrenamt dir geben!
Willst du nicht zu früh ins Grab
lehne jedes Amt gleich ab!

Selbst Dein Ruf geht Dir verloren,
wirst beschmutzt vor Tür und Toren,
und es macht ihn oberfaul
jedes ungewaschne Maul!

Drum, so rat ich Dir im Treuen:
willst Du Weib (Mann) und Kind erfreuen,
soll Dein Kopf Dir nicht mehr brummen,
lass das Amt doch and’ren Dummen.

Dieses Gedicht wird vielfach Wilhelm Busch und in einer abgewandelten Version Joachim Ringelnatz zugeschrieben. Wer der tatsächliche Autor ist, bleibt allerdings umstritten.