ILEK-NOL

https://www.ilek-nol.de/

Durch ein integriertes ländliches Entwicklungskonzept, kurz ILEK genannt, werden die Entwicklungsziele einer Region definiert, Handlungsfelder festgelegt und die Strategie zur Realisierung vorrangige Entwicklungsprojekte entwickelt.

Dieses Konzept bildet die Grundlage für investive Maßnahmen und deren Förderung. Es soll dazu beitragen, dass bisher örtlich isolierte Einzelvorhaben besser aufeinander abgestimmt werden und eine gemeindeübergreifende Entwicklung der ländlichen Regionen entsteht.

ILEK-Regionalmanagement

Die Samtgemeinde Bersenbrück ist Teil der ILEK-Region Nördliches Osnabrücker Land (ILEK-NOL). Hierin arbeiten die vier benachbarten Samtgemeinden Artland, Bersenbrück, Fürstenau und Neuenkirchen an gemeinsamen Themen und Projekten. Die Zusammenarbeit wird durch ein Regionalmanagement organisiert. Als Regionalmanager steht Ihnen Maike Schulte vom Büro MCON als Ansprechpartner zur Verfügung (Kontakt siehe www.ilek-nol.de).


Themen und Projekte

In der neuen Förderperiode 2014 – 2020 werden Pflichtthemen vorgegeben, die sich über alle Handlungsfelder erstrecken.

Diese Pflichtthemen sind:

  • Demografische Entwicklung
  • Innenentwicklung
  • Klima-/Umweltschutz
  • Stärkung der öffentlichen Daseinsvorsorge

Aufgrund der bisher entwickelten Themen-Strategie sind zunächst folgende thematische Arbeitsgruppen vorgesehen:

  • Ortsentwicklung
  • Landleben (Soziales, Mobilität)
  • Landschaft und Natur
  • Tourismus
  • Wirtschaft

Ein Portal für die Region:

Die Internetseite www.ilek-nol.de ist das Portal für regionale Themen der Samtgemeinden Artland, Bersenbrück, Fürstenau und Neuenkirchen. Hier finden Sie jeweils aktuelle Informationen über die aktuellen Themen und Projekte.
Die Internetseiten werden laufend aktualisiert. Den Inhalt der Website bestimmen auch die Bürgerinnen und Bürger. Wenn Themen und Infos vermisst werden, kann das per E-Mail an das Regionalmanagement gemeldet werden. Ein Klick lohnt sich.


Neues Kapitel in der ländlichen Entwicklung

Nördliches Osnabrücker Land bewirbt sich als LEADER-Region – Digitale Beteiligung zum Auftakt

Im Dezember 2022 endet die aktuelle Förderperiode und ebenso auch das Instrument der Integrierten Ländlichen Entwicklung, kurz ILE. Die ländliche Entwicklung im Nördlichen Osnabrücker Land ist damit aber nicht zu Ende.

Die Region Nördliches Osnabrücker Land schlägt vielmehr ein neues Kapitel auf: Sie bewirbt sich um die Aufnahme in das Förderprogramm LEADER.

Und das mit einer weiteren Änderung: Die Stadt Bramsche mit ihren Ortsteilen wird Teil des Nördlichen Osnabrücker Landes. Voraussetzung für die Ernennung zur LEADER-Region ist ein Regionales Entwicklungskonzept, das die beteiligten Kommunen in Zusammenarbeit mit der pro-t-in GmbH aus Lingen (Ems) erarbeiten. Den Auftakt macht dabei die breite Beteiligung aller Einwohnerinnen und Einwohner im Nördlichen Osnabrücker Land.

Interessierte und engagierte Bürgerinnen und Bürger haben ab sofort die Möglichkeit auf der digitalen Beteiligungsplattform https://mitmachen-nol.pro-t-in.de am Regionalen Entwicklungskonzept mitzuwirken. Für das Konzept wurden die thematischen Schwerpunkte Lebensraum und Demografie, Soziales und Gemeinschaft, Tourismus, Umwelt und Klima sowie Innovation festgelegt und mit ersten Ansätzen gefüllt. Jetzt sind die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, ihre Meinung zu den Themen abzugeben oder neue Anregungen einzureichen. Möglich ist das über die Kommentarfunktion auf den einzelnen Unterseiten. Auf der Website gibt es zusätzlich alle Hintergrundinformationen zum Prozess und LEADER.

„Wir haben bisher in verschiedenen Entwicklungsprozessen mit ähnlichen Plattformen gearbeitet und durchweg positive Erfahrungen gemacht. Das Angebot ist niedrigschwellig und spricht viele an“, so Tim Strakeljahn von der pro-t-in GmbH. Aus den jetzt festgelegten Themenfeldern können sich verschiedenste Projekte ergeben. So können zum Beispiel Naturerlebnisangebote, der Ausbau touristischer Radwander- und Wanderangebote oder die Frage der Nachfolge gastronomischer Leistungsträger bei zukünftigen Maßnahmen der LEADER-Region im Fokus stehen. Dazu gibt es auch ein informatives Video: https://youtu.be/KCt_g32MCZA .

Mit der anvisierten Aufnahme in das LEADER-Programm erhält das Nördliche Osnabrücker Land ab 2023 ein festes Budget an EU-Mitteln, das für die Umsetzung von Projekten fest eingeplant werden kann. Außerdem kann das Regionalmanagement weiterhin zusätzliche Fördermittel zur Finanzierung von Maßnahmen einwerben. Im nächsten Schritt finden die „Dialog-Tische“ mit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus den Themenfeldern statt. Hier fließen die Ergebnisse aus der Beteiligungsplattform ein – Mitmachen lohnt sich also. Auf einer Regionskonferenz wird die entwickelte Strategie öffentlich vorgestellt, sofern die Infektionslage dies zulässt. Im April 2022 muss das Regionale Entwicklungskonzept dem Land Niedersachsen vorgelegt werden.

Text: pro-t-in, Foto: Samtgemeinde Bersenbrück


Akteure und Gremien

Im regionalen Entwicklungsprozess ist eine Vielzahl von Akteuren eingebunden und es kommen ständig neue hinzu.
Das wichtigste Gremium im ILEK-Prozess ist die Lenkungsgruppe. Diese trifft alle wesentlichen Entscheidungen und ist dementsprechend das Herzstück der regionalen Kooperation.

Ihr gehören die vier SamtgemeindebürgermeisterInnen der Samtgemeinden Artland, Bersenbrück, Fürstenau und Neuenkirchen als wichtigste politische Entscheidungsträger der Region an.

Um Synergieeffekte zu nutzen und Doppelarbeit und Doppelstrukturen zu vermeiden, gehören noch eine Reihe weiterer Mitglieder zur Lenkungsgruppe:

Landkreis Osnabrück Amt für regionale Landesentwicklung (Arl) Weser-Ems LAG Hasetal Tourismusverband Osnabrücker Land Zweckverband Hasetal

Organisiert und moderiert werden die Sitzungen der Lenkungsgruppe durch das Regionalmanagement, dass somit die „Geschäftsstellenfunktion“ der Lenkungsgruppe einnimmt.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Einrichtungen und Gremien sowie zu deren Aufgaben und Kompetenzen finden Sie auf den Internetseiten der ILEK-NOL.