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24. Juni 2025   |   Gemeinde AlfhausenNICHT auf STARTSEITE

Frankreichzeit in Alfhausen und mehr

Auch in diesem Jahr haben wieder viele Aktivitäten mit unserer Partnergemeinde Longuenée en Anjou stattgefunden, dazu gehörte der Besuch landwirtschaftlicher Praktikanten aus Frankreich in Alfhausen und eine Reise in die französische Partnergemeinde.

Praktikantenbesuch:

Im Mai besuchten uns Praktikanten der Landwirtschaftsschule Maison Familiale Rurale (MFR) in Segré, die für zwei Wochen bei Betrieben der Region mitgearbeitet haben. Ein mutiger Schritt, den die etwa 17jährigen Franzosen gewagt haben. Sie sind in ein fremdes Land gekommen, sprechen in der Regel kein Deutsch, leben den europäischen Gedanken und entdecken gleichzeitig das Leben auf einem deutschen Bauernhof.  Auch die deutschen Landwirtschaftsbetriebe, die einen Praktikanten oder eine Praktikantin aufgenommen haben, haben einen mutigen Schritt zur Völkerverständigung getan. Bei ihnen sprechen auch die wenigstens Französisch, aber die Verständigung wird durch die kostenlos zur Verfügung stehenden Übersetzungsprogramme heutzutage sehr vereinfacht.

Landwirtschaftliche Praktikanten aus Frankreich sind auch in diesem Jahr gastlich in Alfhausen aufgenommen worden, der fachliche Austausch klappte auch über Sprachbarrieren hinweg.

In Frankreich findet die Ausbildung der angehenden Landwirte fast ausschließlich in schulischer Form statt – aber es gibt auch einen hohen Praxisanteil, wobei Auslandspraktika für die jungen Leute dort verpflichtend sind.

Etwa 30 junge Franzosen musste Theresia Brickwedde, die das Projekt federführend für den „Partnerschaftsverein Alfhausen-Longuenée en Anjout“ seit 2004 begleitet, in diesem Jahr unterbringen.  Das Programm, das den Besuchern geboten wurde, umfasste unter anderem die Besichtigung der Firma NEXAT in Rieste, wo ihnen absolut innovative Landwirtschaftstechnik präsentiert wurde.

Finanziert wurde das Projekt über das europäische Programm „ERASMUS“.

Den Abschluss machte ein gemütlicher Abend mit allen Gastgebern im Hotel Sauerland.

Fahrt nach Frankreich:

Auch in diesem Jahr haben wieder viele Alfhauser die Partnergemeinde Longuenée en Anjou über Christi Himmelfahrt besucht. Mit dabei eine ganze Mädchenmannschaft des ASV, die gegen einen schweren, denn doch sehr männlich verstärkten Gegner angetreten musste. Insgesamt waren etwa die Hälfte der Fahrtteilnehmer Kinder und Jugendliche, für die der Besuch Frankreichs in vielen Fällen eine Premiere war.

Französische Gastfreundschaft genossen die Gäste aus Alfhausen in Longuenée en Anjou.

Das Programm, das die französischen Gastgeber aufgestellt hatten, konnte sich sehen lassen. Am ersten Tag wurde die einzige französische Reparaturwerkstatt für Kleinbahnen besichtigt. Dieses System der Kleinbahnen hatte man in der Region Angers im 19.Jahrhundert zur Stärkung und Entwicklung des ländlichen Raums aufgebaut. Das Netz wurde bis in die 1950er Jahre betrieben. Natürlich durfte neben der Besichtigung der Werkstatt eine Fahrt mit einem reparierten Zug nicht fehlen. Dabei konnte der Unterschied zwischen Holzklasse und erster Klasse am eigenen Leib erfahren werden.

Le Mans Altstadt war das Ziel am nächsten Tag. Imposant die dortige Pilgerkathedrale, die länger als Nôtre Dame in Paris ist, und wo das weltälteste Kirchenfenster besichtigt werden konnte. Viele Fachwerkhäuser und eine imposant erhaltene römische Stadtmauer machen den Charakter der Altstadt Le Mans aus.

Bekannter noch aber ist die Stadt für ihr 24h Autorennen. Die Rennstrecke und das angeschlossene Automobilmuseum wurden besucht. Ein Highlight der Fahrt!

Die Jugendlichen hatten ein eigenes Programm und verbrachten den Tag im Bioparc á Doué-en-Anjou.

Abends wurde gemeinsam im Saal Emil Rousseau in Plessis.Marcé gefeiert.

Viele verschiedene, individuelle Aktivitäten hatten die Gastfamilien für ihre Besucher am Samstag vorgeplant. Manche besuchten gemeinsam die Stadt Angers, andere waren in einem Arboreum, andere in einer Mine für Blauschiefer, wieder andere machten eine Bootstour auf der Loire; man hatte sich in den Familien viel ausgedacht, um die Gäste für die Region zu begeistern.

Am letzten Abend verabschiedete man sich mit einem überall zu hörenden „À lánnee prochainne á Alfhausen!“ – Die Gemeinde freut sich auf den Gegenbesuch im nächsten Jahr!

Text und Fotos: Gemeinde Alfhausen