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Karl-Heinz Schnebel erhält Bundesverdienstkreuz

Zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Karl-Heinz Schnebel (5. von links) neben seiner Frau Regina Schnebel gratulierten Jan Wilhelm Witte, Michael Wernke, Anna Kebschull und Christian Klütsch. (von links)

Im Franz-Hecker-Saal des Rathauses der Samtgemeinde Bersenbrück gab es eine ganz besondere und nicht alltägliche Feier: Karl-Heinz Schnebel erhielt das Bundesverdienstkreuz.

Landrätin Anna Kebschull verlieh dem 78-jährigen das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für sein mehr als 35-jähriges ehrenamtliches Engagement.

30 Jahre lang war Schnebel im Vorstand der Heilpädagogischen Hilfe (HpH) in Bersenbrück aktiv und hat in dieser Zeit in unterschiedlichen Funktionen mitgeholfen, vieles auf den Weg zu bringen. Unter seiner Mitwirkung werden wohnortnahe Wohn-, Assistenz- und Therapieangebote ausgebaut. Menschen mit Beeinträchtigung erfahren neue Möglichkeiten, selbstbestimmt zu leben und zu arbeiten. Als Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender ist er aktiv daran beteiligt, die HpH finanziell zukunftssicher aufzustellen. Längst ist der Verein ein modernes Sozialunternehmen und einer der größten Arbeitgeber der Region.

„Sie haben es mit Ihrem Engagement und Ihrem Weitblick geschafft, dass unsere Region hier Vorreiter der Inklusion werden konnte. Sie haben mitgeholfen, Menschen vom Rand der Gesellschaft in ihre Mitte zu holen. Das ist vielleicht einer Ihrer größten Verdienste“, betont die Landrätin in ihrer Ansprache.

Erst die Urkunde, dann das Verdienstkreuz und schließlich die erste Gratulation konnte Karl-Heinz Schnebel von Landrätin Anna Kebschull entgegennehmen.

Seine Erfahrungen als Direktor der Kreissparkasse prädestinieren Schnebel für dieses Engagement. Am 11. Januar 1947 wird es in Severin im heutigen Mecklenburg-Vorpommern geboren, die Ausbildung zum Sparkassenkaufmann beginnt er 1963 in Rinteln. Über den Weg als Verbandsprüfer beim Sparkassenverband Niedersachsen landet er schließlich bei der Kreissparkasse in Bersenbrück, deren Vorstandsvorsitzender er 1997 wird. Für ihn, seine Frau Regina Schnebel und die drei Kinder wird Bersenbrück zur Heimat.

Inklusion war und ist Schnebel wichtig, aber auch Sport und Bildung sind ihm wesentliche Anliegen. Auch hier engagiert er sich ehrenamtlich und bringt Projekte auf den Weg. Etwa das Franz-Hecker-Stipendium zur Förderung junger Talente in Kunst und Kultur. Im Verein der Freunde und Ehemaligen des Gymnasiums Bersenbrück setzt er sich für Bildungsförderung ein.

Als begeisterter Fußballspieler ist er lange auf dem grünen Rasen aktiv, leitet seit 1992 die Altherren-Fußballmannschaft des TuS Bersenbrück, ist mehr als 20 Jahre zweiter Vorsitzender des Vereins und kümmert sich danach aktiv um die Mitgliederbetreuung.

„Das passte hervorragend zusammen“, kommentiert Schnebel die Mixtur seiner Ehrenämter. Beim TuS setzte er sich dafür ein, Menschen mit Beeinträchtigung ganz selbstverständlich in den Sport einzubeziehen. In der Bildung entstanden mit dem Campus zwischen Gymnasium, Berufsbildenden Schulen und Paul-Moor-Schule sowie dem Kleinen Campus an der Grundschule weitere Berührungspunkte zwischen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung.

Samtgemeindebürgermeister Michael Wernke, Bersenbrücks Bürgermeister Christian Klütsch und Pfarrer Jan Wilhelm Witte finden in ihren Reden weitere lobende Worte für den Geehrten.

Der ist an diesem Abend gerührt und bescheiden gleichermaßen, aber auch pragmatisch, wie es seine Art ist: „Diese Tätigkeiten haben auch ihrer dreieinhalb Jahrzehnte gebraucht“, resümiert er knapp seine ehrenamtlichen Leistungen. Und neben Dankesworten an seine Frau, seine Familie und viele Wegbegleiter appelliert er auch an die Gäste dieses Abends, sich gesellschaftlich und ehrenamtlich zu engagieren.

Text und Fotos: Samtgemeinde Bersenbrück

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