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Obst teilen mit dem Ernteprojekt „Gelbes Band“ in der Samtgemeinde Bersenbrück

Das gelbe Band signalisiert: Hier darf gepflückt werden!

Auf Streuobstwiesen und an Obstbäumen in Gärten bleibt Jahr für Jahr viel reifes Obst ungeerntet, während viele Menschen sich über die Möglichkeit zum Selbstpflücken freuen würden. Genau hier setzt das Ernteprojekt „Gelbes Band“ an: Ein Gelbes Band am Baum signalisiert, dass die Ernte für den Eigenbedarf ausdrücklich erlaubt ist.

Seit 2020 koordiniert das Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen (ZEHN) das Ernteprojekt niedersachsenweit – in dieser Größe einmalig in Deutschland.
Aufgrund der positiven Resonanz ruft es auch in diesem Jahr wieder zur Teilnahme auf. Privatpersonen, Vereine, Kommunen und Betriebe können ihre Standorte mit Nuss- oder Obstbäumen bis Oktober registrieren. Diese werden anschließend auf einer Online-Standortkarte veröffentlicht.
Die benötigten Gelben Bänder sowie weitere Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit stellt das ZEHN kostenlos zur Verfügung. Die Bänder werden vor der Erntezeit gut sichtbar an den Bäumen angebracht.

Ziel des Projekts ist es, Lebensmittelverluste zu reduzieren und die Wertschätzung regionaler Früchte zu stärken. Gleichzeitig schafft es einen unkomplizierten Zugang zu frischem Obst, insbesondere für Menschen ohne eigenen Garten. Das Projekt fördert Begegnungen und gemeinschaftliche Aktionen, die Ernährungs- und Umweltbildung wird gestärkt. So entsteht ein Angebot, das Lebensmittel rettet und von allen genutzt werden kann, unabhängig von Alter, Herkunft oder Einkommen.

Die Bilanz in Niedersachsen fällt durchweg positiv aus: Im Jahr 2025 waren an mehr als 415 Standorten über 5.500 Bäume zum Ernten freigegeben. Das ZEHN erhält immer wieder Rückmeldung zu diesem wertvollen Projekt.

Wer selbst pflücken möchte, sollte Folgendes beachten:  Obst darf nur in Reichweite gepflückt oder vom Boden gesammelt werden. Das Klettern auf Bäume ist nicht gestattet. Auch sollte das Gelbe Band vom Ernteprojekt nicht mit anderen Bändern verwechselt werden. Im Obstbau wird zum Beispiel Bindematerial aus gelbem Gummi zur Unterstützung des geraden Wuchses verwendet. Die Ernte ist nur an Standorten mit Gelben Bändern des ZEHN aus Papier sowie mit Aushängen zur Freigabe der Flächen erlaubt.

Weitere „öffentliche“ Obstbäume gibt es auch unter https://mundraub.org/. Die Bäume sind nicht mit einem Band o.Ä. gekennzeichnet.

„Wer Früchte an eigenen Bäumen nicht mehr selber nutzen möchte, kann anderen Menschen mit dem Selbstpflück-Angebot eine Freude machen. So wird das Obst auch nachhaltig verwendet“, sagt Tanja Kalmlage, Klimaschutzmanagerin der Samtgemeinde. Gerne können sich in diesem oder auch erst im kommenden Jahr weitere Obstbaumbesitzende an der Aktion „Gelbes Band“ beteiligen.

Text: ZEHN und Samtgemeinde Bersenbrück

Foto, Standortkarte: ZEHN

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