Seit mittlerweile 24 Jahren lebt die Partnerschaft zwischen Alfhausen und Longuenée-en-Anjou vom persönlichen Austausch, von Begegnungen und gemeinsamen Erlebnissen. Jedes Jahr über das verlängerte Christi-Himmelfahrts-Wochenende besuchen sich die beiden Partnergemeinden abwechselnd in Deutschland und Frankreich. In diesem Jahr durfte der Partnerschaftsverein Alfhausen – Longuenée-en-Anjou e.V. zahlreiche französische Gäste in Alfhausen begrüßen und in Gastfamilien unterbringen.
Ein besonderer Schwerpunkt des diesjährigen Austauschs lag auf der jungen Generation. Gemeinsam mit dem Jugendbüro der Samtgemeinde Bersenbrück organisierte der Partnerschaftsverein deshalb am Freitag nach Christi Himmelfahrt auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände in Alfhausen ein großes Jugendeuropafest.
Neben den französischen Jugendlichen und den Jugendlichen aus den Gastfamilien folgten auch viele weitere junge Menschen aus der Samtgemeinde Bersenbrück der Einladung.
Möglich gemacht wurde das Projekt insbesondere durch die großzügige Unterstützung der Stiftung LAUTER mit einer Förderung in Höhe von 2.000 Euro sowie durch die Bürgerstiftung in der Samtgemeinde Bersenbrück, die das Fest mit weiteren 1.000 Euro unterstützte.
Ab 11 Uhr verwandelte sich das Bahnhofsgelände in einen lebendigen Treffpunkt für Begegnung, Kreativität und gemeinsames Erleben. Unter der Leitung von Leona Tamoyan und Vanessa Weimert entstand in enger Zusammenarbeit zwischen Jugendbüro und Partnerschaftsverein ein vielfältiges Programm, das jungen Menschen Raum bot, miteinander ins Gespräch zu kommen, neue Freundschaften zu knüpfen und Europa ganz praktisch zu erleben.
Besonders beliebt war der Graffiti-Workshop, bei dem gemeinsam ein großes Europa-Kunstwerk entstand. Das fertige Graffiti zeigt zahlreiche europäische Flaggen sowie bekannte Sehenswürdigkeiten verschiedener Länder und setzt damit ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Zusammenhalt und internationale Freundschaft. Das Kunstwerk ist dauerhaft an der Bahnhofsstraße 4 in Alfhausen zu sehen und kann sogar aus der vorbeifahrenden Nordwestbahn auf der Strecke zwischen Osnabrück und Wilhelmshaven entdeckt werden.
Darüber hinaus bot das Jugendeuropafest zahlreiche weitere Aktionen: Eine Fotostation sorgte für gemeinsame Erinnerungen, im Soccer Cage wurde sportlich gespielt und in der Gaming Area gemeinsam gezockt. Eine Kreativecke mit bemalbaren Jutebeuteln lud zum Mitmachen ein, während das Off.Road Mobil, die aufsuchende und mobile Jugendarbeit der Samtgemeinde Bersenbrück, gemütliche Sofaecken und verschiedene Gesellschaftsspiele bereitstellte, die Raum für entspannte Gespräche und Begegnungen boten. Für das leibliche Wohl sorgte der Burgertruck „Wonderburger“ aus Bersenbrück.
Alle Teilnehmenden erhielten außerdem ein eigens gestaltetes T-Shirt des Jugendeuropafestes. Dadurch wurde der Gemeinschaftsgedanke zusätzlich gestärkt und das Gefühl vermittelt, Teil eines gemeinsamen europäischen Projekts zu sein.
Trotz frühlingshaft wechselhaften Wetters war die Stimmung den ganzen Tag über ausgelassen und herzlich. Besonders die ungezwungene Atmosphäre machte deutlich, wie wichtig persönliche Begegnungen für junge Menschen sind. Das Jugendeuropafest zeigte eindrucksvoll, wie interkultureller Austausch junge Menschen bereichern kann. Europa wurde hier nicht nur als politische Idee, sondern als lebendiger sozialer Raum erfahrbar – geprägt von Offenheit, gegenseitigem Respekt, Solidarität und gemeinschaftlichem Miteinander.
Der Partnerschaftsverein Alfhausen – Longuenée-en-Anjou e.V. bedankt sich herzlich bei der Stiftung LAUTER, der Bürgerstiftung in der Samtgemeinde Bersenbrück und dem Jugendbüro der Samtgemeinde Bersenbrück, die dieses besondere Fest ermöglicht haben.
Text: Lena Wehlage und Jugendbüro der Samtgemeinde Bersenbrück
Fotos: Jugendbüro
